Nicolaikirche, Dortmund

Die ev. Nicolaikirche wurde als erster Christlicher Sakralbau aus Stahl-Sichtbeton in Deutschland im Jahr 1929 in Dortmund erbaut. Zu dem Ensemble gehört die zur angrenzenden Bundesstrasse gelegene Pergola als Verbindungselement zwischen Sakral- und Profanbereich.

Die Deckenkonstruktion der Pergola zeigte bei Bauwerksuntersuchungen erhebliche Abplatzungen an der Untersicht. Weitere Untersuchungen ergaben eine Durchfeuchtung der Abdichtung und der westlichen Deckenkante durch Schlagregen. In Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt der Stadt Dortmund wurde die Dachabdichtung erneuert und die Dachkante mit einer Konstruktion aus vorbewittertem Zinkblech geschützt. Die unterseitig hohl liegenden Schichten der Betondecke wurden abgetragen und der freiliegende Stahl gegen weitere Korrosion geschützt. 

In einem Teilbereich der Deckenkonstruktion hatten die Bauwerksuntersuchungen gezeigt, dass der vorhandene Beton nicht nur in der Oberfläche sondern auch im Kern schichtenweise hohl lag. Hier entschied man sich in Zusammenarbeit zwischen Kirchenverwaltung, Gemeinde, Denkmalpflege, Betontechnologen und Tragwerksplanern für eine ingenieurmäßige Sonderlösung. Die oberseitig gelockerte Betonstruktur wurde zunächst mit einem Expoxidharz verfestigt. Anschliessend wurde der Deckenkern im Niederdruckverfahren mit einem Spezialharz verpresst.

Die Planung und Ausführung  dieser bautechnischen Sonderlösung erfolgte durch die Ingenieure und Fachhandwerker des Spezialbauunternehmens Caspar Köchling.